Andalucía '96

Teil 1

Eine Fahrt auf Motorrädern von Leverkusen nach Granada.


¿Hola, que tal? nachdem ich die letzten Tagen mit meinem inneren Schweinehund gekämpft habe, ist er jetzt derart angeschlagen, dass ich ihm nun endlich die Zeit für diese Zeilen abringen konnte.

Samstag, den 21. September 1996 10:00 h, Klaus und ich stehen vor meiner Garage in Leverkusen und haben es endlich geschafft. Nicht etwa die Reise, nein den Beginn. Nachdem wir den Start zweimal um je einen Tag verschieben mussten, haben wir jetzt ganze zwei Tage um die 2.500 km bis nach Granada hinter uns zu bringen und rechtzeitig zu unserem Spanischkurs anzukommen. Aber dies konnten und wollten wir nicht mehr schaffen. Immer noch die Grippe in den Knochen steckend, steige ich auf meine Africa, die Klaus, nachdem ich meine Packwut an Ihr ausgelassen habe, stark an den Turmbau zu Babylon erinnert und er es mal wieder geschafft hat, mit dem absoluten Minimum auf Reisen zu gehen. Sein Grinsen sollte mich noch die gesamte Reise verfolgen, jedes mal wenn ich ein neues, »sehr wichtiges Teil« aus meinen Gepäckrollen zauberte.

Wir machen uns auf den Weg via Autobahn über Aachen nach Liége, von dort, nach einer kleineren ungewollten »Sightseen Tour«, folgen wir ihr nach Frankreich parallel zur belgisch/deutschen Grenze . In France ignorieren wir alle Autobahnen und verunsichern fortan die Nationalstraßen. Das Wetter ist nasskalt und wir frieren trotz heizbarer Griffe. An Verdun vorbei führt uns unser Weg in einem langgestreckten Bogen nach Süden.

Endlich brechen die Wolken auf, und die Sonne kommt zum Vorschein. Das Land erscheint durch das wärmende Sonnenlicht wie verwandelt. Die Landschaft ist immer noch flach, aber dennoch reizvoll. Wir fahren über kleine Sträßchen an schmalen Kanälen entlang oder durch Dörfchen, in denen (auch wenn es kitschig klingt) die Zeit stehen zu bleiben scheint. Um so schlimmer, wenn uns wieder einmal eine der größeren Städte in ihren lauten und hektischen Schlund reißt und uns am anderen Ende entnervt wieder ausspuckt. Recht orientierungslos fahre ich Klaus hinterher, denn bis zur spanischen Grenze ist er unser »Spurenleser«. Zum Glück hat er mich überzeugt, schon in Frankreich nicht nur Hauptstraßen zu fahren, auch wenn uns unserer Zeitplan nicht sehr viele Alternativen lässt. Gegen Abend erreichen wir Nieves. Das Hotel vor dem wir stehen, erweckt nicht gerade mein Vertrauen, der alte Mann hinter der Rezeption macht einen richtig kauzigen Eindruck, aber das Frühstück am nächsten Morgen sollte mich eines anderen überzeugen. Noch nicht ganz mit den Gepflogenheiten des französischen Frühstücks vertraut, bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser Mann nun die Untertassen oder die Teller vergessen hat, alles scheint eine Nummer zu groß zu sein. Klaus breites Grinsen und seine anschließende Erklärung sorgen für ein schnelles Beenden dieses Zustandes und einen reibungslosen Einstieg ins Frühstücken.

Nachdem Mann und Maschine für die Weiterfahrt fertig sind, geht es weiter in Richtung Zentralmassiv. Die Landschaft wird immer bergiger und trotz Gepäck fegen wir wie der Wind über die Straßen hinweg. Gegen Mittag verschlechtert sich das Wetter, und fortan gehört die Regenkombi zu unserem ständigen Begleiter, auch wenn es nie richtig zu regnen beginnt. Von sanften, in tiefes, saftiges Grün gekleideten Hügeln über schroffe Felsschluchten bis zu trockenen, sandig ockerfarbenen Landstrichen mit spärlicher Vegetation führt uns unser Weg bis an den Fuß der Pyrénées. In einem der Vororte von Toulouse machen wir uns, auf dem Bordstein sitzend, völlig ausgehungert über frisches französisches Weißbrot und Trockenwurst her, einfach Wahnsinn, wie solche einfachen Sachen schmecken können. Bis St. Gaudens kommen wir noch, dann suchen wir uns eine Herberge für die Nacht.

Am Montag geht es dann bei regnerischem Wetter an die Pyrénées-Durchquerung. Wir entscheiden uns für den »Tunnel de Bielsa«. Je höher wir uns die Straße hinaufschrauben, desto mehr zieht sich der Himmel zu, bibbernd erreichen wir die Tunnelröhre. Obwohl der Tunnel nur wenige Kilometer lang ist, erwartet uns an am Ende eine andere Welt. Strahlend blauer Himmel, höhere Temperaturen, trockene Böden und spärliche Vegetation. Nur wenige Meter nach der Röhre machen wir unsere erste Rast in España und lassen unsere kalten Glieder von der Sonne wärmen, wir haben endlich den Süden erreicht.

Vom »Tunnel de Bielsa« folgen wir der »C 138« in langen Serpentinen den Südhang der »Pirineos« hinunter, über »Ainsa« und den »Embalse de Mediano« durch trockene, von Erosionen zerfurchte Landschaften nach Barabastro. Kaum Haarnadelkurven oder Straßenverläufe, die zum vorsichtig-langsamen Fahren zwingen, die Straße wurde erst vor kurzer Zeit fertiggestellt. Viaduktähnliche Brücken und Hügeldurchfräsungen nehmen der Strecke viel von ihrem fahrerischen Reiz, aber ermöglichen auch, sich mehr auf die neue Landschaft zu konzentrieren. Rechts und links der neuen Trasse liegt das zerschnittene Band der alten Straße in der Landschaft, eng angeschmiegt an jede Falte des bergischen Terrains, folgt es dem Rhythmus, den diese Landschaft vorgibt. Weiter über »Huesca«in die Ebene des »Rio Ebro« nach »Zaragoza«. Von weit schon leiten uns die Türme der Kathedrale, an deren imposanten Mauern wir vorbeifahren. Seit der spanischen Grenze war es nun meine Aufgabe den Weg zu finden und prompt drehen wir in Zaragoza eine Ehrenrunde. (Tunnel - Zaragoza = 237 km ohne Ehrenrunde )

Auf der »N 330« verlassen wir die Stadt Richtung Süden. Sie führt uns über die Pässe »Puerto de Panzia« und »Puerto de Singra« nach »Teruel«, durch eine wenig abwechslungsreiche Landschaft von langgestreckten, meist grasbewachsenen Ebenen, die in einigen Kilometern Entfernung von Hügelketten eingerahmt werden. Südlich von Zaragoza war es noch hügelig und an den Begrenzungen der Felder standen tragende Obstbäume und Brombeerbüsche, aber jetzt fahren wir auf diesen Ebenen über Straßen, die viele Kilometer keine Kurven kennen. Nach einiger Zeit ist die Faszination über die Weite diese Landschaft durch die Monotonie des immer Wiederkehrenden verdrängt, man fühlt sich in die Western der Jugend zurückversetzt, als die Postkutsche durch die Weiten der Prärie brauste und in jedem Dorf sucht man aufs neue den Salon vor dem man sein »Twin« anbinden könnte. Immer wieder ertappe ich mich in Geschwindigkeitsregionen jenseits der 120 km/h-Marke, viel zu schnell für eine Reise wie diese. Vor solch einer Kulisse erscheint einem auch das Erreichen der 77.777,7 km auf dem Tachometer einen Stop mit anschließendem Foto wert, auch wenn Klaus anfängt sich daraufhin Gedanken über meinen Geisteszustand zu machen.

Einziger Lichtblick ist eine Stadt, die sich auf einer Hügelkette, die zwei Ebenen trennt, in die Mulde zwischen zwei Berge einbettet, von denen sie wie von riesigen Händen schützend umschlossen wird. Wie die Schuppen eines Panzers stehen die Häuser dicht aneinander gedrängt, wobei die großen, groben, erdfarbenen Dachziegel diesen Eindruck noch verstärken. Auf einem der Berge streckt die Burg der Stadt stolz ihren Turm dem Himmel entgegen. Eine von vielen, die uns auf unserer Reise durch Spanien noch begegnen sollten, ein Überbleibsel aus der Zeit der »Reconquista«, als in jahrhundertelangem Kampf die christlichen Heere die muslimischen Mauren nach und nach von der iberischen Halbinsel wieder vertrieben. Je weiter man in den Süden vordringt, desto häufiger wird man an diese Zeiten erinnert als der Fundamentalismus in Europa wütete und Tugenden wie Toleranz, Freiheit und die Achtung vor der Wissenschaft im Orient zu finden waren. Unerwartet sackt die Straße ab und Teruel liegt vor uns (Zaragoza - Teruel = 128 km).

Hinter Teruel sind wir mit einem Schlag in einer anderen Landschaft, plötzlich fahren wir durch enge Schluchten und an dichten Wäldchen vorbei. Immer an der Felswand entlang schlängelt sich die Straße durch das Tal. Es braucht einige Kurven bis ich aus meinem »Geradeausschlaf« erwacht bin, und es war sicher keine gute Idee, bei einer Rechtskurve die Gegenfahrbahn mitzubenutzen, als dieser LKW mir entgegenkam. Wir habe Aragon verlassen und fahren durch das winzige Gebiet von Ademuz. Die Straße schraubt sich immer höher und wird dabei kleiner und kleiner, die Kurven werden immer enger, wir sind wieder in unserem Element. Nach dem letzten Abzweig ist die »N 330« nur noch wenige Meter breit, es passen nun keine zwei Autos mehr aneinander vorbei, und schlängelt sich in engen Windungen den Berg hinauf. Der Motor unserer Twins muss nun wieder richtig arbeiten, wie zuletzt in den Pirineos, um Mann und Gepäck voranzubringen, und der Klang des Motors wird nicht mehr durch den Fahrtwind überlagert. Die Aussicht zurück in das bewaldete Tal unter uns lässt das Motorradherz höher schlagen, weg sind die Gedanken, warum man sich über tausende von Kilometern auf dem Motorrad durch alle möglichen Wetter- und Verkehrslagen quält und dafür noch an Benzin und Reifen mehr ausgibt, als jene, die sich in den bequemen Flieger setzten. Oben angekommen, erwartet uns eine kalt, karge Hochebene, die jedoch nur über kurze Zeit unser Begleiter sein wird. Am deren Ende liegt eine weitere Landschaft zu unseren Füßen, es ist die Grenze zur »Región Valencia«. Bis an den Horizont erstreckt sich die hügelige mit Weinfeldern überzogene Ebene, dieses Meer aus Weinreben wird nur vom geteerten Band der Straße und kleinen Waldinseln unterbrochen. Es ist Weinlese und immer wieder sieht man beim Vorbeifahren kleine Gruppen mit Eimern oder Kiepen bewaffnet zwischen den endlosen Reihen der Weinreben die Trauben ernten. Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen und nachdem wir in »Utiel« unseren Proviant aufgefüllt haben, schlagen wir in der Nähe von »Requena« am Rande eines Weinfeldes unsere Zelte auf. (Teruel - Requena = 129 km)

Am nächsten morgen beginnt erst mal unsere Weinlese, mit »Bucks-Knives« bewaffnet versorgen wir uns mit reifen, blauen Weintrauben fürs Frühstück. Was für ein Leben, wir sitzen unter einem schattigen Baum, schlürfen unseren Espresso und genießen die Aussicht, erst jetzt spüren wir richtig, dass wir wirklich unterwegs sind. Von »Requena« folgen wir der »N 322« in Richtung Süd-Westen. Nach wenigen Kilometern verlassen wir das Weinanbaugebiet und »cruisen« erneut durch bergige Regionen. An der Grenze von »Valencia« und »La Mancha« beginnt die recht eintönige Ebene von »Albacete«. Danach erheben sich wieder die Berge, und die Straße schlängelt sich erneut durch enge Täler und kleine Ortschaften. Inzwischen ist es richtig heiß geworden, man rastet nur noch an schattigen Plätzen und trinkt sehr viel mehr. Die Straßenführung beruhigt sich wieder, und die Vegetation wird spärlicher. An einer Enge zwischen zwei breiten Tälern erhebt sich auf einem Berg majestätisch die Ruine der Festung von »Alcaraz«. Von ihr hat man einen wunderschönen Blick über die beiden Tälern. Das Städtchen, das sich an der Rückseite des Berges hinaufzieht, ist ebenfalls einen Besuch wert. Alles ist hier eine Nummer kleiner, aber die reichen Verzierungen an den Gebäuden verraten, das sie früher einmal sehr viel bessere Zeiten gesehen hat (Requena - Alcaraz = 183 km).

Von »Alcaraz« aus führt die »C 415« in das Naturschutzgebiet der »Sierra de Alcaraz«. Schluchten mit urwüchsigem, dichten Laubwald, wie man ihn so weit im Süden nicht erwartet hätte. Die schmale Straße windet sich durch das Unterholz und die Bäche sprudeln vor Wasser, ganz im Gegensatz zu ihren Vettern außerhalb des Naturschutzgebiet, die nach dem Sommer nicht zu einem kläglichen Rinnsal verkommen sind. So muss Spanien zur Zeit der arabischen Eroberung und vor den großen Rodungen für die riesige spanische Armada ausgesehen haben. Damals sagte man: »Ein Eichhörnchen könne von den Pirineos bis Gibraltar von Baum zu Baum springen.« Fasziniert von der Umgebung unterbrechen wir für einige Stunden unsere Fahrt auf einer kleine Wiese an einem Bach und lassen uns die Sonne auf den Leib scheinen. Wieder und wieder wird die kleine Espressokanne neu gefüllt, auf den Gaskocher gestellt und über »Dios y el mundo« lamentiert.
¿Ankommen? ¡Mañana!

Am Nachmittag brechen wir auf und fahren weiter Richtung Südwest. Nach und nach kommen wir wieder in bewohntere Gegenden und die Spuren der Menschen in der Natur werden deutlicher. Endlich passieren wir die Grenze zu »Andalucía«. Immer noch begeistern die Panoramen der Täler, die Orte kleben wie Nester hoch an den Felsen, wie Trauben dicht gedrängt um alte Festungsgemäuer, doch die urige Vegetation des Schutzgebietes ist inzwischen schier endlosen Olivenhainen gewichen. Das gleichmäßige Muster der in Reihe und Glied gepflanzten Olivenbäume prägt das Gesicht der gesamten Gegend, ohne ihr ihren Zauber zu nehmen. Immer wieder fahren wir über Brücken, unter denen Gewässer fließen, die in ihrem Namen ein stolzes »Rio« tragen, aber zu dieser Jahreszeit nur als kleines Rinnsal dahertröpfeln. Die zunehmende Anzahl der Cafés und Bars in den Dörfern kündigt den Stausee »Embalse del Tranco« mit dem an seinen Ufern liegenden Ausflugsgebiet an. Zwischen der »Sierra de Cazorla« und »Sierra de Segura« gelegen, ist sein Nordufer landschaftlich einladend und wenig bevölkert, aber an seinem Südufer schlägt das Grauen dafür um so unbarmherziger zu. Nicht etwa, daß man sich mit Betonburgen á la »Costa Brava« konfrontiert sieht, die Gebäude kommen über maximal zwei Stockwerke nicht heraus und den überwiegenden Teil machen Waldcampingplätze aus, aber wenn man vor wenigen Stunden der lieblichen Einsamkeit der »Sierra de Alcaraz« entsprungen ist, dann haben der Trubel und die sich nun über das schmale Sträßchen wälzende Blechlawine schon ein gewisses Abschreckungspotenzial. Als wir das Ende des Tales erreicht haben, hat auch das Tageslicht seinen Abschied genommen. Nur durch den Schein unserer Scheinwerfer erhellt, tasten wir uns zum »Puerto de las Palomas« hinauf, die vielen Kehrten und das dicke Grün entlang dieser Strecke auf unserer Michelin-Karte lassen bei Tag viel Vergnügen erwarten, aber im Augenblick verkommt der Weg nach »Cazorla« zur Arbeit.

In »Cazorla« angekommen, wird noch einmal aufgetankt um anschließend die letzte Etappe nach »Granada« in Angriff zu nehmen. Erstmals auf dieser Fahrt bin ich von den neuen Ausbaustrecken in Spanien angetan, so lassen sich mit Unterstützung von dem in vollem Glanz stehenden Mond und den Scheinwerfern erträgliche Geschwindigkeiten für die verbleibenden 150 km realisieren. Um »Jódar« wurde gerade eine dieser neuen Strecken fertiggestellt. Ganz toll wäre es jedoch gewesen, wenn sich die Herrschaften auch dazu durchgerungen hätten die Beschilderung noch anzubringen. Bei drei aufeinander folgenden Kreisverkehren ist die Orientierung auch mit einer guten Karte kein leichtes Unterfangen. Aber »No problema, aquí España« und nach einer halben Stunde haben auch die beiden übermüdeten Motorradfahrer aus Alemania wieder ihren Weg gefunden. Die »C 325« trifft bei »Iznalloz« auf die von »Jaén« kommende »N 325«, die uns dann direkt nach »Granada«, der Perle am Fuße der »Sierra Nevada« führt. In wenigen Kilometern steigt die zur »Autovia« ausgebauten »N 325« aus den um Granada wie ein natürlichen Festungsgürtel liegenden Gebirgszügen in das Tal hinab. Vor unseren Augen erscheint das Lampengewirr Granadas (oder waren es Leuchten ( gell Thomas ) ), die Temperatur steigt auf angenehme Grade und wir tauchen ein in das hektische pulsierende Leben dieser Stadt. (Alcaraz - Granada = 335 km)

Es ist 1:00 h morgens, und wir irren müde durch die eng verwinkelten Gassen des arabischen Viertels Albaicín. Einziger Orientierungspunkt ist das allgegenwärtige Gefälle, verlässt man die einzige Hauptstraße, so verliert sich die Orientierung nach wenigen Ecken im Gewirr der Gassen. Bei unserem Anruf erklärt uns eine deutsche Mitbewohnerin unserer Unterkunft, wir werden uns am »Pub Pasodoble « treffen und legt auf. Wir gehen davon aus, dass bei keiner weiteren Erklärung es nicht schwer seinen wird den Pub zu finden, doch niemand scheint den Treffpunkt mit unserem Vermieter zu kennen, jeder schickt uns in eine andere Ecke des Albaicín. Der Auspufflärm hallt von den Wänden in den engen Gassen wieder und jeden Moment erwarte ich eine aufgebrachte Meute, die hinter unseren Bikes auftaucht um uns aus ihrem Viertel zu jagt, aber wie schon gesagt: »No problema, aquí España«. Inzwischen haben wir uns schon mit den Gedanken angefreundet in ein Hotel zu gehen, als ich eine Straße entdecke, die wir noch nicht abgefahren sind. Nach wenigen Metern schaue ich in das breite Grinsen eines bärtigen Spaniers, ich blicke auf das Schild der Bar über ihn: »Pub Pasodoble«. »¿Pedro?« »¡Si, soy Pedro!« Wieder breites Grinsen. Endlich geschafft........ .

Sein Blick auf das Gepäck, die Maschinen und uns, dann zum Barkeeper spricht Bände. Zwei Typen, die in vier Tagen die 2.500 km von Deutschland nach Andalucía mit bepackten Motorrädern fahren, »¡Los alemanes locos!«. Als wir in mitteleuropäischer Gewohnheit nach dieser oder jener Möglichkeit fragen, hören wir den Satz zum ersten mal aus dem Munde eines Spaniers:»No problema, aquí España«. Aber das interessiert uns nicht mehr richtig, wir fallen beide in die Betten und schnarchen den Schlaf der Gerechten.....

Ende Teil 1...

...wird fortgesetzt!¡!

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